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Gutartige Veränderungen der Brust

Fibroadenom der Brust

Das Fibroadenom ist ein gutartiger Knoten, der aus wucherndem Drüsengewebe (Adenom) und umgebendem Bindegewebe (Fibrom) zusammengesetzt ist. Fibroadenome sind die häufigsten gutartigen Tumoren der weiblichen Brust. Da sie auch hormonabhängig wachsen, kommen sie gehäuft zwischen 15 und 30 sowie zwischen 45 und 55 Jahren vor. Auch während der Schwangerschaft wachsen Fibroadenome durch die umgestellte Hormonproduktion besonders schnell.

 

Zysten der Brust

Die Ausführungsgänge von Läppchen können sich verschließen, das Läppchen füllt sich mit Flüssigkeit, es entsteht eine Zyste. Zysten sind grundsätzlich nicht bösartig, mit Ausnahme der komplizierten Zysten.

Bei Zysten kann sich sowohl die Anzahl, als auch die Größe schnell ändern. Zur genauen Abklärung genügt eine Sonographie. Zysten der Brust können genauso wie Zysten der Eierstöcke manchmal sehr schmerzhaft sein. In diesem Falle werden sie punktiert, wenn sie sich nach mehreren Punktionen immer wieder füllen, müssen sie in seltenen Fällen auch operiert werden.

 

Entzündung der Brust

Die Mastitis ist meistens eine bakterielle Infektion der weiblichen Brust. Häufig kommt eine Mastitis bei stillenden Müttern vor. Wenn eine Mastitis vorliegt (deutliche Rötung der Brust, deutliche Druckschmerzhaftigkeit) sollte rasch eine Therapie einsetzen (Antibiotika). Selten kann sich hinter der Entzündung auch ein malignes Geschehen verbergen.

 

Papillom der Brust

Papillome sind kleine gutartige Tumoren, die in Milchgängen vorkommen – häufig im Bereich der Mamille – und sehr oft den Grund für einen Flüssigkeitsaustritt darstellen (unter Umständen blutige Sekretion). Zur Diagnosestellung wird Ultraschall und die Galaktographie eingesetzt. Ein Papillom muss operativ entfernt werden.

Das Papillom hat ein erhöhtes Risiko von ca. 5 bis 10%, maligen zu werden.

 

Mastopathie

Unter dem Begriff Mastopathie versteht man, dass sich das Bindegewebe der Brust vermehrt. Diese Veränderung ist gutartig.

Jede Frau über 30 hat mehr oder weniger eine Mastopathie. Diese kann kleinknotig, mittelknotig oder grobknotig sowie gemischtknotig sein. Häufig ist die Mastopathie Ursache für die öfters auftretenden Spannungsgefühle während des Zyklus oder für Schmerzen in der Brust.

Unbedingt bei jeder Mammographie die letzten Vorbilder mitbringen, da Veränderungen oft nur in Zusammenschau mit den Vorbildern zu erkennen sind.